Protokoll des dritten Workshops
Freitag, 3. April 2009 | Autor: jnordt
Protokoll des dritten Workshops mit der Kölner Kunst- und Kulturszene
zum geplanten „Haus der Kulturen der Welt Köln“/ Ratsbeschluss vom
am 25. März 2009 im Kunsthaus Rhenania
Feedback zum Konzept des Initiativkreises (IK): „Akademie der Künste der Welt Köln“
Karl Rössel, Afrika-Filmfestival, Filminitiativ
begründet seinen Rückzug aus dem Projekt
– trotz intensiver Beteiligung (Besuch aller Workshops, Besuch der Veranstaltung mit Interkultur.pro, 2 Gespräche mit dem Kulturamt, 2 Gespräche mit dem Projektteam) sieht er keine Perspektive für seine Initiative durch das Konzept einer Akademie
– Kritik: top-down Projekt, nicht aus den Strukturen der Stadt gewachsen und nicht an diese gebunden
– Akademie hat nichts damit zu tun, was vorher diskutiert wurde
– Partizipation: Vorwurf der Alibi-Funktion an die Stadt, Akteure in der Stadt werden nicht ernst genommen, kein wirklicher Einbezug dieser
– Kritik an Navid Kermani: hat nicht erst mit den Initiativen in der Stadt gesprochen sondern wandte sich direkt an die Politik
– Kritik an den Politikern: im Rat habe keine Partei die Szene befragt, auch nicht das RJM
– keine Initiative in der Zeit Juni bis Oktober 2008, erster Workshop erst am 5.11., einen Tag vor der Diskussion im Domforum, Ratsbeschluss aber vom Juni 2008
– Pressekonferenz des ersten Workshops am 5.11. ohne die Initiativen in der Stadt, geschlossene PK mit Prof. Quander, Ausschluss der Szene
– Medienkritik: im Kölner Stadt-Anzeiger kein Artikel zur Diskussion im Domforum
– Beirat/Initiativkreis erhielt Sitzungsgelder, die Szene für die Beteiligung am Workshop erhielt keine Vergütung
– Beirat wurde im Verborgenen gegründet, Szene hatte hier keinen Einfluss
– Kritik an der Zusammensetzung des IK: keine Frau, kein Schwarzer, kein außereuropäisches Mitglied
– Kritik an den Gesprächen mit dem Projektteam: diese würden belegen, dass man nicht offen war gegenüber den Wünschen der Szene, Vorwurf: Beschwichtigungsgespräch, bei diesen Gesprächen wurde der IK und das Papier nicht erwähnt (Geheimhaltung bis zum zweiten Workshop am 2. März), Argument Nordt sei gewesen: kein Premium Partner, da die Finanzierung des Afrika Filmfestivals nicht gesichert sei
Kasper König, Direktor Museum Ludwig Köln
Einwand gegen Herrn Rössel
– würde schlechte Stimmung verbreiten
– kritische Punkte wurden bereits am 2. März diskutiert
– es sei nun der Punkt: über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen
– Idee der Akademie ist sehr clever! -
– da: Unabhängigkeit der Akademie (Neuwahl der Mitglieder, Auswahl der Fellows, Programm)
– keine Depandance vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin
Jürgen Nordt, Projektleiter
– fühlt sich missverstanden
– Korrektur der Kritik: Beirat gab es vor dem ersten Workshop am 5. November nicht, Entscheidung für einen Initiativkreis fiel nach und aufgrund des ersten Workshops
Christa Aretz, Filminitiativ, Afrika-Filmfestival
– wenn „Hochkultur“ das Ziel der Akademie ist, dann müssen wir uns leider verabschieden mit unserer Initiative
Gregor Leschig, Alte Feuerwache
Einwand
– bittet um Beginn der Veranstaltung
Eröffnung des Workshops durch die Moderatorin, Tina Gadow
– Zweiteilung des Workshops
– inhaltliche Fragen (1 Stunde)
– strukturelle Fragen (1 Stunde)
Beginn: Fishbowl
Svetlana Fourer, Künstlerin
– Wie lässt sich der Spagat zwischen Hochkultur und freier Szene überwinden?
– Wie kann eine solche Verbindung hergestellt werden und gelingen?
Erwin Orywal, Ethnologe und Initiativkreismitglied
– Akademie: Partizipation ist wesentlich und möglich
– man kann Akademiemitglied werden
– Kooperationspartner werden
– Kooperationspartner der Fellows werden
– als Quereinsteiger Projekte vorschlagen
– Kulturbotschafter werden
– Projekte kommunizieren
– Mitglied der Findungskommission werden
– Mitglied der Jugendakademie werden
Gregor Leschig
– Beispiel: Bewerbung Kölns „Kulturhauptstadt 2010“: Bürger der Stadt und freie Szene wurde nicht involviert, was den EU Kriterien widersprach
– daher: dieser Prozess zur Konzeption einer Akademie ist sehr angemessen gestaltet!
– Szene wird beteiligt und ernst genommen!
– Idee der Akademie bringt neue Impulse!
– 1. Anregung: Zeitrahmen der Konzeptionsphase vergrößern
– 2. Anregung: betrifft die Inhalte
– im Konzept steht, es gebe wenig internationale Impulse in Köln, dies stimmt nicht;
– man müsse den Institutionen nicht beibringen, wie man international arbeitet
– Kritik an einem pädagogischen Moment im Konzept, „top-down“ sei nicht gut
– Begrifflichkeit „Hochkultur“ versus „freie Szene“ im Konzept streichen
Wortmeldung eines Herrn aus der freien Szene
(er bezeichnet sich aber als „nicht-typisch freie Szene“)
– „Hochkultur“ steht gegen „Kultur“
– „freie Szene“ steht gegen „Institutionen“
– Grundsatz des Konzeptes ist aber sehr positiv
– Frage: Was soll diese Akademie im Kern sein? Für wen ist sie bestimmt, Publika?
– Begriff „Kultur“ sei im Konzept nicht ausreichend definiert
– Kultur = nur Hochkultur?
– oder ist Kultur = das, was Internationalität ausmacht?
– Kultur habe stets mit Gesellschaft zu tun
– Idee der Akademie sei richtig wegen der Weltwirtschaftskrise
– Nachhaltigkeit wird immer wesentlicher!
Lale Konuk, Geschäftsführerin des Arkadas Theaters
– Nachhaltigkeit ist sehr wichtig, um Programme fortsetzen zu können (Festivals in Köln z.B.) und um die Qualität stetig zu verbessern
– Probleme der Künstler, die im Arkadas auftreten: sie arbeiten international, aber die Gelder fließen nicht seitens des Kulturamtes
– Festivals, die hier entstanden sind müssen nachhaltig unterstützt werden
– Punkte, die Erwin Orywal vortrug: hier könne man ansetzen!
– nicht mehr zeitgemäß im Konzept: pädagogisches Moment des „top-down“
– stattdessen: Aufbrechen der Kategorien (wie: Hochkultur vs. freie Szene, Migrantenkultur etc.) und integrativ arbeiten
Konrad Schmidt-Werthern, Leiter des Kulturamtes der Stadt Köln
– Rückbezug Ratsbeschluss: es soll eine Plattform entstehen, zwei Möglichkeiten:
– Ort, Neubau: dies nicht, aber
– kein neuer Ort, aber Gäste und Nutzung der bestehenden Strukturen
– Bild: Vernissage: es treffen sich zwei Künstler, einer aus Kairo, der andere aus Indien (z.B.): Frage: „Wie kommen Sie nach Köln?“ Antwort: „Ich kannte Köln vorher nicht, aber da war jmd., der war Akademiemitglied und derjenige hat mich hierher gebracht: Prinzip: International Networking! (durch die Künstler selbst!)
– Hinweis auf Grenzen der Förderung des Kulturamtes, aber Entwicklungsmöglichkeit für die Stadt durch die Akademie
– Catherine David war zu Gast im Rahmen des internationalen Symposiums in Köln: Frage an sie: „Was würde Menschen aus der Welt an Köln reizen?“
– ideale Lage mitten in Europa
– westeuropäische Stadt voll der Geschichte
– gute Vernetzung: Belgien, Frankreich, Niederlande…
– Stadt ist eine Metropole und trotzdem überschaubar
Dietmar Kobboldt, Leiter der Theaterkonferenz
– Akademie hat etwas mit Mehrwert zu tun!
– Akademie daher sinnvoll nutzen
Jan Krauthäuser, Humba e.V.
– Kritik am Mainstream-Multikultur Begriff
– Nichtgefallen am Konzept: keine markante inhaltliche Struktur!
– Begriff der Akademie klingt nicht frisch: besser: „Büro für kulturelle Diversität“, „Zelt der Kulturen“, das durch Köln wandert und verschiedene Orte besetzt (kleinere und bescheidenere Form finden)
– Plädoyer dafür, bald konkrete Projekte zu realisieren!
– Szene coachen hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit
– Etats im Hintergrund nicht vergessen: z.B. Unicef
Svetlana Fourer
– alles ist Theater, sowohl freie Szene als auch Schauspiel Köln: in Russland gibt es keine Unterscheidung zwischen freier Szene und Hochkultur
Noushin Kiani, Künstlerin
– Begriff der Akademie sei zu abgehoben
– verursache Schwellenängste
– sehr schön: Idee der Kinder- und Jugendakademie
Kasper König
– Ausstellung Westkunst: ideologische Zone Westeuropa, seitdem sei die Stadt Köln mutlos
– kein Widerspruch zwischen Kunst und Kultur
– Plädoyer für eine Idee der Akademie, da diese mit Köln eigentlich nichts zu tun habe, denn Köln ist keine höfische Stadt: Akademie zugleich ein Sich-Lustigmachen über Hauptstadt Attitüde, „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin: Gebäude (ehemalige Kongresshalle) war auch eine Repräsentanz, im Vergleich dazu die Giardini auf der „Biennale di Venezia“ von ihrer baulichen Konsequenz her eine Absurdität: diese Absurdität hat Charme, ebenso der Gedanke einer Akademie für Köln, da Köln keine höfische Stadt ist
Vertreter der Deutsch Indonesischen Gesellschaft
– Kritik an elaborierter Literatur des Konzeptes
– Angst, dass es der Stadt mit diesem Konzept nur um große Namen gehe, die man nach Köln holen möchte
– Unsicherheit hinsichtlich Möglichkeiten der Partizipation
– Verengung: Nutzung der Infrastruktur noch nicht präzise im Konzept
Gregor Leschig
– Begriff der „Akademie“: sei eine Zumutung, da die Universität Köln in der Stadt kaum in Erscheinung trete und nicht in die Stadt hineinwirke
– internationaler Austausch: bittet darum, aus der freien Szene Vorschläge machen zu dürfen
2. Teil des Workshops zu strukturellen Fragestellungen
Jürgen Nordt
– würde der Zeitausdehung zur Konzepterstellung (wie von Gregor Leschig vorgeschlagen) gerne zustimmen, aber Ziel ist ein Beschluss vor der Wahl, da nicht klar ist, wie sich der Rat der Stadt nach der Wahl zusammensetzt
– möchte die Anregung aufgreifen, den Duktus des Pädagogischen im Konzept zu vermeiden
– Hochkultur/freie Szene: diese Diskrepanz gibt es so nicht
– Kulturbegriff: dazu gab es lange Sitzungen des Initiativkreises, ausgehend vom Ratsbeschluss, Prinzip der Künste wird durch die Wahl der Mitglieder realisiert
– das Konzept ist nicht: „Wir sind international genug“, internationaler Austausch soll gefördert werden
– Name: Position ist klar, denn es ist strukturell eine Akademie, kein Gegenargument wurde vorgebracht, warum eine Akademie nicht die beste Lösung sei
Frage: Wie werden die Akademiemitglieder gewählt?
Kasper König
– Akademie soll Phantom sein, kein goldener Käfig, Idee der Akademie ist (nur) gut als Widerspruch; vermeiden, dass die Akademie nur aus „Funktionären“ bestehe
Konrad Schmidt-Werthern
zur Frage der Erstbesetzung
– ca. 10 Leute, die aus sich selbst heraus (!) ihre Netzwerke schaffen
Jan Krauthäuser
– Kritik an schwerfälliger Struktur der Erstbesetzung, diese müsse aufgelöst werden
– 1. ein Projekt realisieren, das vom Plenum entschieden wird
– 2. Artist in Residence wird gewählt für ein Projekt und dieser bestimmt seinen Nachfolger
– 3. ein Projekt des Kulturamtes
Navid Kermani
– Chance! diese geplante Akademie für Köln ist anders (strukturell) und unterscheidet sich von allen bestehenden in Deutschland
– arbeitet international, nicht national
– Gründung 2010, nicht 1850
– eine Auswahl der Akademiemitglieder kann nicht basisdemokratisch erfolgen
– autonome Entscheidungen: Künstler und Intellektuelle selbst entscheiden lassen
– Konzept ist in 2 Monaten (!) entstanden, dies gilt es zu beachten
– pädagogischer Duktus, Hochkultur aufbrechen
– Grundidee hat politisch-reelle Chance: um Gelder zu bekommen, bedarf es eines spektakulären Begriffs (Länder- und Bundesgelder, neue Gelder)
– mit der Akademie den hochkulturellen Duktus aufnehmen
– in 3-5 Jahren könnte etwas sehr Positives entstehen!
Gregor Leschig
– 15 Jahre Berufung sind zu lang
Noushin Kiani
– Gefahr des Elitären
Hatice Yurtdas, Ethnologin
– großes Gremium fühlte sich nach dem ersten Workshop am 5.11.08 missbraucht, Vorwurf: Ideen wurden gesammelt und missbraucht, findet sich selbst im Konzept nicht wieder
– Bitte: Vertreter der Basis im Gremium
Lale Konuk
– Arbeitskreis Integration und Kultur unter ihrer Leitung
– wesentlich: ein globales Agieren
– Verbindung in Köln
Frau Thistle, Künstlerin
– Einwand: warum nicht nur Leute aus Köln?
– keine Transparenz des Prozesses
– fühlt sich nicht ernst genommen, es würde über Vieles hinweg diskutiert
– Gremium besteht nur aus Männern: Kritik
– Kritik an Lale Konuk: Warum wurde nicht öffentlich zu diesem Arbeitskreis eingeladen?
Matthias Hamann, Leiter des Museumsdienstes der Stadt Köln, Initiativkreismitglied
– Kulturbotschafter, um Publika herzustellen, projektbezogene Kooperationen: so Vernetzung mit der Basis
Kasper König
– Kundschafter statt Botschafter
Dame aus dem Plenum, dem Kölnischen Kunstverein zugehörig:
– Warum kommt das Projekt Migration (KKV, Kathrin Romberg) nicht zur Sprache?
Konrad Schmidt-Werthern
– es bedarf einer guten Vorbereitungszeit
– einer Assistenz für die erste Gremienarbeit
– eines Vorbereitungsbüros
Andreas Freudenberg
– Idee: gemeinsam Ideen für Sommerakademie entwickeln
– Akademie kann keine Jugendbildungsarbeit ersetzen
– zusätzliche Impulse: aus Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt sollen Leute gefunden werden (aus den bestehenden Strukturen)
– Jugendakademie entspricht dem, was die Akademie leisten soll (im Kleinen), im Austausch mit jungen Leuten in der Stadt
– Jugendliche von 16-21 Jahren
Noushin Kiani
– Einwand: Was ist mit den Kindern unter 16 Jahren?
Andreas Freudenberg, Soziologe, Initiativkreismitglied
– Antwort: Akademie ersetzt nicht die kulturelle Bildung sondern ist Inspirator
Jürgen Nordt
Ausblick
– Internetforum, ab Sa, 4. April
– Papier des Initiativkreises wird überarbeitet aus der Situation dieser Diskussion heraus
– Organigramm
– dazu Pressemeldung und es wird über den Verteiler informiert
Anmerkungen aus dem Plenum
– mehr Zeit, um den gestaltenden Prozess weiterzuführen
– weg vom pädagogischen Moment (internationales Engagement existiert bereits in Köln)
– Definitionen problematisch
– Hochkultur – Kultur
– freie Szene – etablierte Szene
– „Kultur“ – besser definieren
– „Kultur“ – ist demokratisch, hat mit Gesellschaft zu tun
– Nachhaltigkeit garantieren und Vorhandenes (Strukturen) nutzen
– es existiert bereits ein großes Netzwerkpotenzial: Bitte, dies auszuschöpfen und zu fördern, damit Strukturen fortgeführt werden können (z.B. Festivals)
– bestehende Strukturen optimieren
– es muss keine „Akademie“ sein
– handfestere Argumente und unterstützende Aspekte für die freie Szene (Infrastruktur, Coachings, Finanzierung etc.)
– Vorschläge der Szene sollen in die Akademie einfließen dürfen
– keine elitären Strukturen/Akademie, sondern bürgernahe Institution
Vorschläge
– Trennung von Hochkultur/freie Szene streichen (um Gleichwertigkeit herzustellen/ „auf Augenhöhe“): alle sind Kulturakteure
– Szene coachen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit)
– Gremium braucht Vertreter der Basis!
– Kathrin Romberg/ Projekt Migration am Kölnischen Kunstverein: wurde bei der Konzepterstellung nicht eingebunden!
– Bildung eines „Vorgremiums“: ein Büro, um Vorschläge für das Gremium zu sammeln
offene Fragen
Für wen ist die Akademie da?
Positives
– Köln geht einen eigenen Weg, keine Depandance von Berlin
– drei Standpunkte:
– 1. Plattform: Köln holt Künstler in die Stadt, die sonst nicht gekommen wären
– 2. Netzwerk: internationale Zusammenarbeit Kölns inspiriert, Akademie ermöglicht dies und eine Vernetzung internationaler Künstler mit den vorhandenen Strukturen in der Stadt
– 3. Neuerung: Entwicklungsmöglichkeit für die Stadt (Profil und Außen-wahrnehmung)
– den Input von außen kann man nutzen! Ein Mehrwert für die Stadt! (vorausgesetzt, die bestehenden Initiativen werden nicht „klein gemacht“)
– Akademie: ideell, gedankliche Ebene, welche die Stadt nutzen sollte
– Akademie: „schwebt über anderem“, mit der Kölner Bodenhaftung kommt man nicht weiter
– Köln und Akademie: Widerspruch als Chance (siehe Ausführungen von Kasper König): „Absurdität als Chance“, da Köln keine höfische Stadt ist: diesen Widerspruch produktiv machen!
– Experimentelles wird gefordert
– Akademiemitglieder: Brücken schlagen, Impuls von außen bedingt positive Bewegung und Vernetzung
– Zufallsmoment: wer mit wem zusammenkommt (als Fellow etc.)
Negatives
– Wen möchte man als Künstler haben? Wer ist ein Künstler „von Rang“?
– Akademie hat keine überzeugende Message
– Unsicherheit und Angst, dass bestehende Initiativen gefährdet werden
– Kunst und Kultur sind im Konzept zu wenig definiert
– das Konzept hat ein pädagogisches Moment: Konzept ist „top-down“




Zur allgemeinen Kenntnis meine Anmerkungen zur Einladung zum dritten Workshop: Leider kann ich am 25. wegen eines anderen Termins nicht, deswegen hier per mail einige Anmerkungen zum Konzept.
Ich hatte Ihnen ja schon das Manifest vom KünstlerMuseum Beckers ° Böll für eine Kunstakademie gemailt.
Bevor ich zu einzelnen Punkten kommen, möchte ich anmerken, das – meines Erachtens nach – das Konzept sehr wissenschaftslastig ist, war doch nur ein Künstler an der Ausfertigung beteiligt. Immer wieder wird wesentlich mehr auf die Wissenschaft als auf die Kunst hingewiesen, sicher verständlich, wenn man sieht, wer das Konzept im wesentlich verfasst hat. Ohne uns Künstler gäbe es keine Kunstwissenschaft! Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir noch mehr sogenannte Think Tanks brauchen und dies wird – zumindest zu einem großen Teil – im Konzept angestrebt, zumindest wir, die praktizierenden Künstler brauchen dies kaum. Konzepte gibt es mehr als genug, was wir – ich denke, ich stehe mit dieser Ansicht nicht allein – brauchen, sind praktische Unterstützung und auch schlicht und einfach Finanzen. Ich will dies an meiner Arbeit deutlich machen: ich habe seit ca. 20 Jahren sehr gute Verbindungen zu China, habe dort mehrfach ausgestellt und bin dort – zuletzt wieder vor 2 Wochen – immer bestens betreut und empfangen worden. da ich einer der wenigen europäischen Künstler bin, die mit chinesischer Tusche arbeiten und dies seit fast 40 Jahren ist die Akzeptanz meiner Arbeit in China und neuerdings auch in Japan eine ganz andere als hier.
Den chinesischen Künstlern hier auch nur annähernde Bedingungen zu bieten, wie sie mir in China, ist mir aufgrund meiner finanziellen Mittel und auch aus arbeitstechnischen Gründen schlicht unmöglich. So kann ich die erstklassigen Kontakte zu chinesischen Akademien und Universitäten nur am Rande wahrnehmen. Lade ich meinerseits chinesische Künstler hierhin ein – und ich plane eine Ausstellung im Herbst im Rhenania – so lastet fast die ganze Arbeit auf mir, ganz abgesehen von – trotz einer kleinen Unterstützung der Stadt – den Ausgaben, die ich tätigen muß.
Seite 13 dort steht: esoterische Gruppen? was ist damit gemeint?
Seite 14. 2. sehr richtig, gerade in Museen – wie dem Museum Ludwig – findet aussereropäische Kunst nicht oder kaum statt!
Seite 16: Absatz 2 “Heute muß der Anspruch sein… : dies praktizieren wir sowieso seit langem!
Seite 20. 2. Absatz: sehr richtig! Ohne unbescheiden zu sein, meine Arbeit mit chinesischer Tusche ist richtungweisend für die Aufnahme von Impulsen aus der Weltkultur.
Seite 21: 2. Absatz: Das Experimentieren … dies kann man so nicht behaupten, es gab in der Vergangenheit und es gibt in der Gegenwart – auch meine Arbeit – viele Belege dafür.
Seite 22. 2. + 3. Absatz: sehr gut!!!
Die Künstler vor Ort werden in Köln – mit Ausnahmen – eher ignoriert.
Seite 43. 3. Absatz: was heißt namhaft? Sollen wieder nur bekannte, sogenannte arrivierte einbezogen werden? Dies steht in einem gewissen Gegensatz zu Seite 49 Absatz 2 … und zu ( unentdeckten )
Ja, ich möchte gerne etwas Wichtiges zu dem von mir angeblich vorgebrachten Einwand in dem o.g. Protokoll sagen:
Der erste Punkt ist falsch notiert- das möchte ich auch so nicht stehen lassen. Ich weiß, wovon ich spreche, ich war schließlich von Anfang an anwesend.
Ich habe auf das Gespräch in der “Kindergarten”Runde hin einen Einwand mit anderem Inhalt kundtgetan, als Herr Schmidt-Werthern, Leiter unseres Kulturamtes, nach vielen Stunden von Vorschlägen in der Rund hin und her auch e n d l i c h einmal(fast gegen Ende) die Rede auf die Künstler brachte, die hier in Köln ansässig sind. Ich habe ihm gesagt, dass ich das ja mal wirklich ganz toll finde, dass er bei einer “Akademie …”auch einmal an uns Kölner Künstler denkt.
Also: so wie das hier im Protokoll steht, ist die Notiz einfach grundweg f a l s c h ! Das habe ich nicht gesagt! Diese unwahre Notiz schädigt meinen Ruf als der Mensch, der ich bin, auch mit nicht nur europäischen Wurzeln sondern mit einer äußerst kulturell geprägten internationalen Familie. Diese Kleinkariertheit, die Sie mir anhängen, kann ich hier nicht so stehen lassen.
Mir fiel schon gleich am Anfang dieser Runde auf, dass von uns aktiven Künstlern außer mir offensichtlich keine Maler, Bildhauer, Performer,… Interesse hatten, an diesem Treffen teil zu nehmen.
Es machte sich, je länger dieses “Rein in den Stuhlkreis- raus aus dem Stuhlkreis” dauerte, ein großer Frust in mir breit, da wir Künstler und Künstlerinnen der Stadt Köln, die wir ständig nicht nur national kulturell aktiv sind, bei der ganzen Planung mal wieder in die Röhre schauen können. Wieder einmal kein Wort von eingeplanten bezahlbaren und guten Ausstellungs-Räumen, wieder einmal das Geld für zwar unheimlich tolle Konzepte schon im voraus ohne uns verplant, aber die Ateliersituation in Köln unter den Tisch gekehrt.
Wenn ich in der heutigen Wirklichkeit ein ausbauendes Städtepartnerschafts-Projekt mit Kattowitz plane und mir noch nicht einmal eine unterstützende Hilfe von
€ 2.500,00 vom Kulturamt zugebilligt wird, und ich hier sehe, wie mit tausenden von Euro neue, große und größere Ideen verwirklicht werden wollen, frage ich mich ernsthaft, wie ernst können wir das dann noch nehmen?
Da hapert es doch schon an ganz, ganz kleinen Dingen.-
Wieviel ist den Verantwortlichen in der oberen Etage des Kulturamtes dieser unserer Stadt, die wir lieben und in der wir bleiben wollen, unsere reale, exestierende, aber um Existenz kämpfende Kunstszene eigentlich überhaupt wert?
Ingeborg Thistle, Künstlerin in Köln
Hier steht im Protokoll:
“Einwand: warum nicht nur Leute aus Köln”
DAS HABE ICH NICHT GESAGT- DIE NOTIZ IST FALSCH!!!
BITTE STELLEN SIE DAS RICHTIG!
Ingeborg Thistle, Künstlerin
Dann habe ich Sie offenbar falsch verstanden, was mir sehr leid tut, und werde diesen Passus löschen. Jürgen Nordt
Auch wenn die Entwicklung schon weiter fortgeschritten ist, hier die Stellungnahme des Bürgerzentrums Alte Feuerwache zum 1. Entwurf (März 09) der Akademie der Künste der Welt.
Gregor Leschig – Bürgerzentrum Alte Feuerwache
Stellungnahme zur „Konzeption für eine Akademie der Künste der Welt“
Sehr geehrter Herr Nordt,
erst einmal danke für die weitergehende Offenheit des Projektes ‚Akademie der Künste der Welt’. Ihrer Bitte sich vorab zu der Diskussion am kommenden Mittwoch schriftlich einzubringen kommen wir hiermit gerne nach.
Wie ich Ihnen schon im persönlichen Gespräch andeuten konnte, stehen wir der Idee der Gründung einer ‚Akademie der Künste der Welt’ in Köln positiv gegenüber. Sie eröffnet die Möglichkeit, dass man in Köln bei der notwendigen Stärkung des internationalen Austausches im Bereich der Künste und der Wissenschaft einen eigenständigen Weg geht und nicht versucht Bekanntes und Bewährtes nachzubilden. Dadurch ist es eher möglich, die gewünschte internationale Beachtung zu erhalten, was wiederum Voraussetzung für eine stärkere internationale – globalisierte – Vernetzung ist. Auch kann durch die Akademie in der Stadt ein vitaler Partner entstehen, der Impulse für das kulturelle Leben der Kommune gibt und auch Impulse aus der Kommune in die Welt tragen kann.
Unsere Anmerkungen bekunden daher unser Interesse an der Entwicklung der Akademie und auch unser Interesse, bei der Ausformung dieser Idee konstruktiv mitzuwirken. Wir wollen dadurch beitragen, dass hier eine kooperative, in die Stadt gut integrierte und vor allem auch andauernd lebendige und belebende Institution entsteht.
Unsere Kritik bezieht sich daher also nicht auf die Idee als solche, sondern auf bestimmte und – aus unserer Sicht – essentielle Aspekte, die die Ausformung dieser Idee betreffen und die, so sie nicht geändert werden, grundlegende Intentionen der Akademie verhindern können.
Trotz der Kürze der Zeit haben wir uns intern abgestimmt. Wir waren allerdings dadurch gezwungen unsere Anregungen und unsere Kritik in wenige schlagwortartige Thesen und Fragen zu fassen.
Zeitrahmen / Diskussionsmöglichkeiten
Sicher sind sie auch der Meinung, dass man die Ausformung einer neuen Institution nicht in den wenigen Monaten leisten kann, die Ihnen zur Verfügung stehen und vor allem nicht in den wenigen Wochen, bzw. Tagen, die uns jetzt zur Verfügung standen, um das vorgelegte Papier zu lesen, uns ggfs. sachkundig zu machen und adäquat darauf zu reagieren.
Für ein neu zu entwickelndes Konzept und die Ausformung einer so bedeutenden Institution in Köln schlagen wir daher eine größere Zeitspanne der Diskussion und Entwicklung als die jetzt vorgesehene vor.
Wir hätten uns gewünscht – wie von Ihnen und Herrn Schmidt-Werthern auf dem Treffen am 2. März zugesagt -, dass Kritik, Anregungen und Zustimmung zu der Diskussion um den vorgestellten Konzept-Entwurf in einem offenen Internet-Forum stattfinden könnten. Das hätte dann auch der Grundidee der „Akademie der Künste der Welt“ als Ort des Austausches bereits entsprochen.
Insbesondere auch die beabsichtigte Organisations-Struktur der Akademie und die Frage wer wen in die Akademie berufen kann, bedarf der genauen Auseinandersetzung, um den gewünschten fortlaufenden, aktuellen und globalen Diskurs zu gewährleisten.
Analyse
Ein wichtiger Punkt in der vorgelegten Analyse scheint uns eher Behauptung als Realität zu sein. Unserer Beobachtung nach gibt es in Köln nicht ‚geringe internationale Impulse’ (S.16 Punkt 3), sondern sehr viele und auch im Sinne des Ratsbeschlusses weiterführende Aktivitäten und Vernetzungen. Das Problem ist der Mangel an medialer und (kultur-) politischer Beachtung, der Mangel an ausreichenden Ressourcen und der Mangel an adäquaten Foren. Genau dies sollte allerdings auch der Grund für die Einrichtung der Akademie sein. Dadurch könnte es gelingen, die bereits in diesen Bereichen erfolgreich arbeitenden Institutionen und Initiativen in der Form zu unterstützen, dass sie dann auch die, ihrer Arbeit gebührende Resonanz erfahren.
Im Gegensatz dazu wird an anderen Stellen die Situation in Köln als weltoffen und international vernetzt analysiert. Das steht in widersprüchlichen Zusammenhang zu dem Profil der geplanten Akademie, die die hier nicht vorhanden sein sollende, transkulturell ausgerichtete Gegenwartskunst nach Köln holen soll.
Leider erwächst aus dieser ‚falschen’ Analyse in dem Akademie-Konzept später eine ‚pädagogische Funktion’ der Akademie, die einem künftigen partnerschaftlichen Umgang abträglich ist, wenn ihn nicht sogar verhindert. So sieht sich die Akademie als ‚Impulsgeber’, als ‚fachlicher Berater’, ‚beratende Fachstelle’ der ‚Anregungen und fachliche Beratung’ gibt.
Gebraucht wird schlichtweg ein Partner – kein Lehrer – der Ideen und Impulse in die Stadt gibt und sie mit Partnern vor Ort ausarbeitet, der aber vice versa genauso offen ist für Impulse aus der Stadt, an denen er gerne mitarbeitet und von denen er auch selber lernen kann.
Limitierende etrachtungsweisen und Begrifflichkeiten
Der auftauchende Begriff der „Hochkultur“ ist restaurativ und die ausgrenzende Gegenüberstellung von „Hochkultur“, bzw. städtischen Institutionen (die die Hochkultur repräsentieren) und „Freier Szene“ ist inhaltsleer, im aktuellen Kulturdiskurs längst überholt und entspricht im Übrigen auch nicht dem selbst gesetzten Anspruch mit der Akademie-Idee. Es gibt nur Kölner Kulturinstitutionen, Kultur-Initiativen und in Köln lebende KünstlerInnen (lokale Akteure). Erst diese Sichtweise eröffnet den gewünschten gleichberechtigten Umgang der Akademie mit allen kommunalen Kultur-Akteuren und umgekehrt.
Daraus resultiert die Frage: Wieso soll sich aktuell der Initiativ-Kreis einseitig damit befassen, welchen Nutzen die Freie Szene haben würde und nicht damit, welchen Nutzen die Akademie aus einer breiten Vernetzung mit Kölner Einrichtungen, Initiativen und KünstlerInnen ziehen würde. Es klingt an vielen Stellen des Konzeptentwurfes so, als müsste die Akademie bei Null anfangen und Köln das internationale Agieren beibringen (s.o.).
Wenn also – wie an anderer Stelle des Konzeptes ausgeführt – die Vielfalt in Köln als Kompetenz (und als existierendes Potential) wahrgenommen wird, muss sie auch als Kompetenz eingebunden werden. Für einen solchen Anspruch muss dann freilich auch etwas getan werden, um ihn umzusetzen. Andernfalls drohen Rückfälle ins Konventionelle, insbesondere auch in hierarchische und belehrende Denkweisen – auch wenn das gar nicht intendiert ist.
Im Ganzen enthält der Entwurf – wie ausgeführt – zu viele pädagogische Momente, die uns keine partnerschaftliche, sondern eine hierarchisch-belehrende Institution befürchten lassen.
Es stellt sich auch die Frage, weshalb im Konzept wiederholt davon gesprochen wird, ‚weltweit anerkannte KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen’, ‚weltweit führende Denker’ oder ‚Kunstschaffende und WissenschaftlerInnen von Rang’ als Mitglieder zu berufen und einzuladen. Wie will man entscheiden, wer ‚weltweit führend’ ist? An der Medien-Präsenz? Wer auf dem Kunst-Markt gerade angesagt ist? Wäre es nicht wichtiger, die – im Sinne des Konzeptes – ‚interessanten’ Leute nach Köln zu holen?
Und wie verträgt sich das mit dem Begriff „Labor“, der doch das Forschen und das Entdecken – eben auch durch unbekannte KünstlerInnen oder WissenschaftlerInnen – beinhaltet. Es ist durchaus nachvollziehbar, auf einen gut begründeten ‚Promi-Effekt’ zu setzen. Aber es muss auch mitbedacht werden, was für Folgen das haben kann. Sonst ist das Ergebnis (s.o.). besserwisserische Hierarchie.
Eine Begrenzung auf die europäische Kultur und auf Netzwerkbildungen in europäischen Ländern, die den Leser auf Seite 51 als Zusammenfassung des Akademiegedankens überrascht, ist weder zu vereinbaren mit dem Grundgedanken der Akademie und auch nicht mit der Aussage, dass die Akademie sich global orientieren will. Man fragt sich hier auch, weshalb dann die Mitgliederversammlung aus „KünstlerInnen, Produzenten und Theoretikern aus allen fünf Kontinenten, insbesondere aus Asien, Afrika oder Lateinamerika“ (S. 43/44) besetzt sein soll.
Organisation der Akademie
Ad hoc scheint uns insbesondere durch die Möglichkeit der dreimaligen Wiederwahl der Akademie-Mitglieder (das sind 15 Jahre!) vor dem Hintergrund dass die Mitglieder selbst entscheiden wer Mitglied wird und bleibt, nicht unbedingt gewährleistet, dass dauerhaft die wirklich interessantesten Kulturschaffenden an der Akademie tätig sind.
Auch scheint uns überprüfenswert, ob nicht geplante 40 Akademie-Mitglieder zu viele sind, um miteinander in einen konstruktiven Diskurs zu treten und die darüber hinaus auch zu viele Mittel binden.
Unsere Anregung wäre 10 oder 15 Mitglieder auf jeweils 5 Jahre zu bestellen (mit der Option für die Hälfte (oder ein Drittel) der Mitglieder, ihre Mitgliedschaft um weitere fünf Jahre zu verlängern), die dann wirklich auch in der Stadt sichtbar werden. Sehr spannend ist natürlich auch die Überlegung, offene (partizipatorische) Formen der Mitglieder-Findung zu nutzen.
Im Sinne von Transparenz und Annahme der Akademie wäre es auch wichtig vorab zu klären, wie die Vergütungen und Honorare für ehrenamtliche Mitglieder der Akademie gestaltet werden. Der verwendete Begriff ‚angemessen’ ist zu vage und kann bekanntermaßen bei renommierten, international agierenden KünstlerInnen leicht sehr hohe Summen erreichen.
Transparent muß auch die Besetzung der Findungsgruppe sein: Wer bestimmt diese und wann?
Missverständlich im Sinne der Internationalisierung ist auch der Verweis auf ‚in der Region lebende WissenschaftlerInnen und Kunstschaffende’ die Mitglieder werden sollen. Wie soll das gewährleistet werden, wenn die Mitglieder künftig autonom entscheiden können? Und ist eine ‚regionale Quote’ wirklich sinnhaft?
Ausgeschlossen werden sollte auch, dass die Mitglieder der Findungskommission sich selbst berufen oder gar geborene Mitglieder der Akademie sein könnten. Daran könnte sonst die Glaubwürdigkeit des Ganzen sowie das Selbstverständnis der Akademie scheitern.
Als sehr schwierig sehen wir auch an, dass das Sekretariat als Dienstleister in der Öffentlichkeitsarbeit für PartnerInnen in der Stadt und der Region auftreten soll und dann auch noch dafür bezahlt werden soll. Entweder man gestaltet gemeinsam als Partner Projekte, stellt gemeinsam die Finanzierung auf die Beine und macht dann auch die Öffentlichkeitsarbeit dafür oder eben nicht (s.o).
Ein Organigramm der künftigen Akademie trüge zur Transparenz bei und würde die Diskussion erleichtern.
Redaktionell
Eine letzte – vermutlich eher redaktionelle – Anmerkung: Im Entwurf wird abwechselnd von „Akademie der Künste der Welt“ und „Akademie der Kulturen der Welt“ gesprochen (s. z.B. S. 41). Gemeint ist sicher die ‚Akademie der Künste der Welt’.
Dies alles wie beschrieben in der Kürze der Zeit. Wie oben ausgeführt, würden wir uns gerne intensiver mit der Ausgestaltung der Akademie auseinandersetzen, um so zu noch konstruktiveren Vorschlägen zu kommen.
Mit besten Grüßen
Gregor Leschig, Anne Grose, Sigrun Reckhaus, Elisabeth Becker, H.-Georg Lützenkirchen
Bürgerzentrum Alte Feuerwache