Der 1. Entwurf zum Download

Freitag, 3. April 2009 |  Autor: jnordt

Um das Projekt detailliert zu dokumentieren, finden Sie hier die “Konzeption für eine Akademie der Künste der Welt, Köln” als PDF zum Download. Es handelt sich um den ersten Entwurf in der Fassung vom 1. März 2009.

AKWK-Entwurf, Stand: 1.3.2009 als PDF zum Download

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Thema: Entwurf, KUULT

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2 Kommentare

  1. 1
    efranzmann 

    Der Downloadlink des PDFs funktioniert.

    Und für den, der uns schon zweimal vorführen wollte: Kommentare werden zugelassen, wenn sie von einer überprüfbaren E-Mail stammen.

  2. 2
    Henriette Volz 

    Sehr geehrter Herr Nordt,
    sehr gerne beteilige ich mich in dem Forum auf http://www.kuult.de an der Diskussion des Konzepts der Akademie der Künste der Welt. Darum möchte ich Sie bitten, meine ganz und gar konstruktiv gemeinte Kritik an dem Konzept – die Idee einer Akademie finde ich an sich gut – dort einzustellen.

    Ganz allgemein möchte ich mich den Punkten, die die Mitarbeiter der Alten Feuerwache am 17. Juni im Forum veröffentlicht haben, anschließen, da auch bei mir das Konzept den Eindruck erweckt, dass mit der Akademie der Künste der Welt, so wie sie beschrieben wird, im Grunde eine Parallelstruktur zu den schon vorhandenen interkulturell handelnden Einrichtungen und Akteuren in der Stadt aufgebaut würde, anstatt diese Einrichtungen und Akteure in die Akademie strukturell einzubinden und dadurch den Wirkungsgrad ihrer schon seit vielen Jahren geleisteten interkulturellen Arbeit zu erhöhen.

    Warum wird das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) von der Akademie ausgeschlossen?

    An oberster Stelle ist mir absolut unverständlich, warum das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) von der Akademie – selbst vom Initiativkreis – ausgeschlossen worden ist. Das neue RJM wird mit seinem innovativen Ausstellungskonzept in Zukunft DER Ort für den interkulturellen Dialog in Köln überhaupt sein. Ich möchte hier noch einmal auf die Grundlagen der Ausstellungskonzeption hinweisen, die Frau Dr. Jutta Engelhard in dem Heft über das neue RJM (beim Museumsdienst erhältlich) formuliert hat.

    Sie schrieb auf S. 18: Das neue RJM hat „Themen aufgegriffen, die Menschen überall auf der Welt bewegen, denen sie aber auf jeweils spezifische Weise begegnen – je nach regionaler und kultureller Prägung. Die Gegenüberstellung ähnlicher bzw. unterschiedlicher Formen der Lebensgestaltung und -bewältigung wollte das gleichberechtigte Dasein aller Kulturen der Einen Welt betonen. Der Einbezug unserer eigenen Gesellschaft in die vergleichende Betrachtung sollte dazu beitragen, den eigenen Standpunkt zu relativieren.“ Ziel der Ausstellung ist es also, Denkprozesse in Gang zu setzen, die die Besucher für einen interkulturellen Dialog auf gleicher Augenhöhe – dafür ist die Selbstreflexion Voraussetzung – öffnen, also kurz: Sie soll für Durchzug in den Köpfen der Besucher sorgen. Die Akademie der Künste der Welt strebt, wenn ich es richtig sehe, exakt das gleiche Ziel an.

    Der Kulturamtsleiter der Stadt Köln, Herr Dr. Konrad Schmidt-Werthern, hat mir bei einem Telefongespräch mitgeteilt, dass die Stadt Köln deswegen vor einer personellen Einbindung des RJM selbst in den Initiativkreis abgesehen hat, weil sie befürchtet, dass es dadurch zu einer Dopplung des Museums kommen könnte. Diese Angst kann ich nicht nachvollziehen! Ich traue es Herrn Prof. Dr. Klaus Schneider, Frau Dr. Jutta Engelhard und Frau Dr. Clara Himmelheber vom RJM ganz und gar zu, dass sie zwischen zwei Aufgabenbereichen klar unterscheiden können.

    Alle Ethnologen des RJM haben durch ihre Arbeit eine außerordentliche transkulturelle Kompetenz. Ich halte es für mehr als einen Fehler, dass dieser Think Tank für die Akademie ungenutzt bleibt. Das RJM muss unbedingt ein aktiver Bestandteil der Akademie sein!

    Wie sehen die Aufgaben und Funktionen der lokalen Botschafter konkret aus?

    Eine weitere Kritik bezieht sich auf die Aufgaben und Funktionen der lokalen Botschafter (S. 46 des Konzepts). So wie ich mir leicht vorstellen kann, wie die lokalen Botschafter Schlüsselthemen, Ereignisse, Stoff, Material usw. aus den örtlichen Lebenszusammenhängen der Akademie zur Diskussion und Bearbeitung mitteilen, so wenig verstehe ich, wie die lokalen Botschafter in die Bevölkerung hineinwirken sollen.

    Im Konzept heißt es: „Und sie kommunizieren in ihr Umfeld die Aktivitäten der Akademie und ihrer Partner, sprechen gezielt Teilöffentlichkeiten an und werben so im Sinne eines Keyworking-Konzepts für den Besuch von Veranstaltungen.“

    Soll ich, wenn ich Botschafter wäre, also Schulleiter davon überzeugen, dass sie Veranstaltungen der Akademie mit ihren Schülern besuchen, Flyer der Akademie vor dem Alnatura-Supermarkt verteilen oder Hausbesuche machen?

    Oder soll ich Einrichtungen und Prominente aus meinem Viertel (Nippes/Mauenheim) ansprechen wie z.B. den „Integrator“ Alparslan Marx (www.derintegrator.de), der sich intensiv für einen deutsch-türkischen Dialog engagiert, und darum bitten, dass er in seinen Veranstaltungen für den besonders hochwertigen interkulturellen Dialog der Akademie der Künste der Welt wirbt? Oder soll ich etwa die OT Werkstattstraße der evangelischen Kirchengemeinde Siebachstraße, die jedes Jahr das internationale Break-Dance-Event Break de Cologne (www.breakdecologne.de) organisiert, auf die tollen internationalen Veranstaltungen der Akademie hinweisen?

    Die oben zitierte Aufgabenbeschreibung der lokalen Botschafter ist sehr diffus formuliert und scheint mir noch nicht konkret genug zu Ende gedacht worden zu sein. Das sollte man aber dringend tun, bevor das Konzept vom Rat beschlossen wird. Denn genau auf diese Ebene kommt es an! Sie wird entscheidend dazu beitragen, ob die Grundgedanken der Akademie tatsächlich bei den Menschen in Köln ankommen.

    Es würde mich sehr freuen, in diesem Forum Antworten auf meine Fragen zu erhalten.
    Mit besten Grüßen
    Henriette Volz

    Ethnologin M.A.
    Kulturpädagogin
    Kölnerin
    mit Migrationshintergrund

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